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Googles Geschäftspraktiken

…Allerdings gelangt Google längst nicht nur über die Suchhistorien an Besucherprofile. Bereits Mitte 2007 gab der Konzern bekannt,
daß er über sein AdSense-Programm auch auf externen Seiten Informationen sammelt.
Jeder Nutzer erhält eine User-ID, sobald er eine Webseite besucht, auf der über Google geschaltete Anzeigen gezeigt werden. Zudem wird die IP-Nummer und die
Besuchszeit festgehalten.

Da der Widerstand gegen Googles Geschäftspraktiken bislang insgesamt gering ausfällt, spricht vieles dafür, daß der Konzern heute über mehr Wissen über die Bürger verfügt als irgendeine Institution zuvor in der Menschheitsgeschichte.

Da die sozialen Netzwerke bislang voneinander getrennt sind, soll die von Google ins Leben gerufene Kooperation »OpenSocial« hier Abhilfe schaffen. Programmierschnittstellen sollen fortan den Datenaustausch zwischen Communities problemlos ermöglichen. Sollte dieses Vorhaben erfolgreich sein – und alles spricht dafür–, entsteht ein Pool von bereits heute mehr als 200 Millionen Nutzern, respektive 200 Millionen Datensätzen privater Profilinformationen, alles unter dem Schirm von Google.

Der Konzern hat bald alle Daten zusammen: Name, Alter, Vorlieben, Aufenthaltsorte, Einkommensverhältnisse, Berufstätigkeit, Familienstand, das Alter der Kinder, das Lieblingsessen, aber auch sexuelle Vorlieben, Schuldenstand, Krankheiten, religiöse Zugehörigkeit usw. usf. Der gläserne Mensch, bisher bloß Vision des allmächtigen Überwachungsstaats, wäre damit ganz privat und ohne großes Aufsehen Wirklichkeit geworden.

Quelle: jungewelt

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